Die Mitarbeiter der Firma Mörz hatten eine besondere Idee zum 40-jährigen Firmenjubiläum. "Wir schmieden einen Ginkobaum!" Mit viel Einsatz und jeder Menge Spaß wurde die Idee in der Telchinen-Schmiede umgesetzt.
Und, hier das Ergebnis!

Als bayrischer Schwabe geht es gar nicht, was in den Schrott zu schmeißen.
Bloß, was macht man mit den fehlerhaften, nicht verschweißten und überhitzten Damastresten aus den Schmiedekursen?
Genau, ab ins Feuer damit und mit Geduld und Tricks wird was Neues daraus.
Darf ich präsentieren, das RECYCLING-Damast-Klappmesser!
Torsionsdamast mit Sensenstahl in der Klinge und Eisenholz als Griff.

Das "handwerkliche" Schmieden wurde in Bayern in das Landesverzeichnis für immaterielle Kulturgüter eingetragen.
Ein großes Dankeschön an unseren Internationalen Fachverband gestaltender Schmiede (IFGS) für die Antragstellung und die damit verbundene Arbeit.
Ebenfalls einen Dank an die Bayerische Landesregierung für die Wertschätzung unseres Handwerks!
Hier noch der Artikel im "metall-markt.net" :
https://www.metall-markt.net/news/handwerkliches-schmieden-wird-in-bayern-immaterielles-kulturerbe
Und die Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung:


Ihr kennt das sicherlich, dass die ein oder andere Aktion ein klein wenig aus dem Ruder läuft, nicht wahr?
Am Anfang war der Weihnachtswunsch meiner Frau nach einer kleinen geschmiedeten Pfanne für so 1-2 Spiegeleier. Ideal zum Camping, Haik oder für unseren kleinen Schäferwagen.
Man glaubt es nicht wie schnell die Zeit vergeht. Bis zum ersten Weihnachten war ich gerade so mit Denken fertig, als das Fest der Liebe plötzlich ganz nah war.

Dann die grandiose Idee. Ich nehm einfach Material mit auf den Weihnachtsmarkt und schmiede dort die Pfanne.
Augen auf und ab ins Lager und den Krempel rein ins Auto.
Dann beim Entladen auf dem Markt die Bestandsaufnahme.
- Feldesse dabei, aber zum Treten. Wird also ein "sportlicher" Weihnachtsmarkt.
- Kohlekoks. Welcher Depp hat den eingetütet und dann auch noch faustgroße Brocken. Ergo, noch mehr Trettarbeit.

Der Startschuss für die Vorbereitung auf die Schmiede-WM ist gefallen. Max Ziegler (Schmiedekunst Ziegler) und ich (Roland Dirr) haben das gemeinsame Training begonnen.
Rausgekommen ist ein stillisierten Ginkoblatt, welches sich frei bewegen kann auf der kleinen Obeliskenspitze.
"Wind" ist eines der selbstgewählte Themen, deshalb das Blatt im Wind.
Ansonsten dient meistens ein Vierkant 20x20x150mm als Ausgangsmaterial.
Jetzt hast du im Blog schon einiges über die Telchinen-Schmiede in Ichenhausen gelesen.
Die Kohlenglut ,das glühende Eisen und die Schmiedehammerschläge spüren und miterleben, wie aus einem unförmigen Stück Stahl ein handgefertigtens Messer aus Damast wird?
Schau in der Schmiede vorbei oder verfolge uns im Netz!
Erlebe Metallbearbeitung, wie vor Hunderten von Jahren!